SYNOPSIS

KUBAS AKTUELLE REFORMEN: DIE »LINEAMIENTOS«

Abhängigkeit von Kolonialmächten, Umweltschäden, Handelsblockade und wirtschaftliche Isolation: Seit Jahrhunderten kämpft Kuba mit wiederkehrenden Krisen.

„Entweder wie ändern uns, oder wir gehen unter.“ 2011 startete die Castro-Regierung neue Reformen, die „Lineamientos“. Sie sind ein Leitfaden, um das sozialistische Wirtschaftsmodell zu aktualisieren und den Herausforderungen auf dem Weltmarkt anzupassen. Der kubanische Sozialismus soll dabei zwingend erhalten und weiterentwickelt werden.

Um das Land bis 2030 aus der anhaltenden Krise zu führen, will die Regierung hohe Staatsausgaben senken: Hunderttausende wurden aus dem Staatsdienst entlassen und in die Selbständigkeit überführt. Die Aufhebung starrsinniger Verbote aus den letzten Jahrzehnten soll den Kubanern einen unbürokratischen Weg in die Selbständigkeit ermöglichen.

Neuregelungen in der Agrarwirtschaft sollen den Weg aus der monokulturellen Ökonomie ebnen und eine Diversität in der Landwirtschaft fördern und schließlich die hohen Importkosten für Lebensmittel zu senken. Dazu verteilte der Staat brachliegende Ländereien zur Bewirtschaftung an die Bauern. Der Verkauf der Erträge über Genossenschaften ermöglicht den Landwirten einen gesicherten Lebensstandard.

Kuba lockert die bürokratischen Fesseln und öffnet sich der Welt: Der neue Anlegeplatz von Mariel wird zum größten Hafen in der Karibik ausgebaut und soll neue Investoren anziehen. Mit dem Umbau des Energiesektors soll das Land unabhängiger von teuren Öl-Importen werden.

Viele europäische Ökonomen sehen die Reformen jedoch als das schleichende Ende des kubanischen Sozialismus. Die schrittweise Öffnung des Marktes und Fidels Tod 2016 stärken in Europa die Meinung, dass sich Kuba rasant verändern wird.

01

DIE GESCHICHTE

Noodles war kaum 5 Jahre alt, als er sein Land Kuba verlassen musste. Nach langer Zeit kehrt der Exilkubaner zurück und bereist die alte Heimat, auf der Suche nach seinen eigenen Wurzeln. Er führt Gespräche mit Einheimischen, die ihm von der aktuellen Krise und den dringend notwendigen Reformen berichten. Dabei lernt er die Sichtweise der stolzen Kubaner auf ihre Geschichte und auch ihre Zukunft kennen, in einem Land, dass ums Überleben kämpft und voller Widersprüche steckt. Auf seiner Reise durch entlegene Orte entdeckt Noodles die alte und auch neue Industrie Kubas, trifft auf Gewinner und Verlierer der neuen Reformen und erfährt, warum der Sozialismus für Kuba noch immer eine große Bedeutung hat.

02

DER UNTERSCHIED

„Experiment Sozialismus“ zeigt den Alltag Kubas, der sich von klischeehaft bunten Bildern unterscheidet. Stattdessen zeigt der Film einen Blick auf die Realität der Kubaner: Bauern auf dem Feld, Arbeiter auf der Kokosplantage, im Dschungel, in den Dörfern und privat in ihren Vierteln leben in einer Zeit voller Umbrüche. Der Blick auf Kubas Vergangenheit und die kubanische Sichtweise sensibilisieren den Zuschauer, die gegenwärtigen Herausforderungen des Landes zu verstehen. Die unverblümte Meinung des Volkes, ihre liebenswürdigen Eigenarten und ihr Einfallsreichtum bewegen das Publikum. Aber viele Widersprüche hinterlassen ein Gefühl der Ohnmacht und Skepsis über das Bestehen einer kühnen Ideologie in unserer gar übermächtigen Welt.

03

DIE IDEE

Der Film vermittelt die Sichtweise der Kubaner sowie die der westlichen Welt auf die Kultur & Geschichte Kubas und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Das kontroverse Thema rund um Kubas Entwicklung soll einem gemischten Publikum diverse Ansätze für generationsübergreifende Gespräche bieten, um gegenseitigen Respekt und Verständnis füreinander zu fördern und voneinander zu lernen. Ganz besonders spannend sind die Unterschiede in den Blickweisen der jungen und alten Generation Kubas auf die Zukunft ihres Landes.

KUBAS AKTUELLE REFORMEN: DIE »LINEAMIENTOS«

Abhängigkeit von Kolonialmächten, Umweltschäden, Handelsblockade und wirtschaftliche Isolation: Seit Jahrhunderten kämpft Kuba mit wiederkehrenden Krisen.

„Entweder wie ändern uns, oder wir gehen unter.“ 2011 startete die Castro-Regierung neue Reformen, die „Lineamientos“. Sie sind ein Leitfaden, um das sozialistische Wirtschaftsmodell zu aktualisieren und den Herausforderungen auf dem Weltmarkt anzupassen. Der kubanische Sozialismus soll dabei zwingend erhalten und weiterentwickelt werden.

Um das Land bis 2030 aus der anhaltenden Krise zu führen, will die Regierung hohe Staatsausgaben senken: Hunderttausende wurden aus dem Staatsdienst entlassen und in die Selbständigkeit überführt. Die Aufhebung starrsinniger Verbote aus den letzten Jahrzehnten soll den Kubanern einen unbürokratischen Weg in die Selbständigkeit ermöglichen.

Neuregelungen in der Agrarwirtschaft sollen den Weg aus der monokulturellen Ökonomie ebnen und eine Diversität in der Landwirtschaft fördern und schließlich die hohen Importkosten für Lebensmittel zu senken. Dazu verteilte der Staat brachliegende Ländereien zur Bewirtschaftung an die Bauern. Der Verkauf der Erträge über Genossenschaften ermöglicht den Landwirten einen gesicherten Lebensstandard.

Kuba lockert die bürokratischen Fesseln und öffnet sich der Welt: Der neue Anlegeplatz von Mariel wird zum größten Hafen in der Karibik ausgebaut und soll neue Investoren anziehen. Mit dem Umbau des Energiesektors soll das Land unabhängiger von teuren Öl-Importen werden.

Viele europäische Ökonomen sehen die Reformen jedoch als das schleichende Ende des kubanischen Sozialismus. Die schrittweise Öffnung des Marktes und Fidels Tod 2016 stärken in Europa die Meinung, dass sich Kuba rasant verändern wird.

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DIE GESCHICHTE

Noodles war kaum 5 Jahre alt, als er sein Land Kuba verlassen musste. Nach langer Zeit kehrt der Exilkubaner zurück und bereist die alte Heimat, auf der Suche nach seinen eigenen Wurzeln. Er führt Gespräche mit Einheimischen, die ihm von der aktuellen Krise und den dringend notwendigen Reformen berichten. Dabei lernt er die Sichtweise der stolzen Kubaner auf ihre Geschichte und auch ihre Zukunft kennen, in einem Land, dass ums Überleben kämpft und voller Widersprüche steckt. Auf seiner Reise durch entlegene Orte entdeckt Noodles die alte und auch neue Industrie Kubas, trifft auf Gewinner und Verlierer der neuen Reformen und erfährt, warum der Sozialismus für Kuba noch immer eine große Bedeutung hat.

02

DER UNTERSCHIED

„Experiment Sozialismus“ zeigt den Alltag Kubas, der sich von klischeehaft bunten Bildern unterscheidet. Stattdessen zeigt der Film einen Blick auf die Realität der Kubaner: Bauern auf dem Feld, Arbeiter auf der Kokosplantage, im Dschungel, in den Dörfern und privat in ihren Vierteln leben in einer Zeit voller Umbrüche. Der Blick auf Kubas Vergangenheit und die kubanische Sichtweise sensibilisieren den Zuschauer, die gegenwärtigen Herausforderungen des Landes zu verstehen. Die unverblümte Meinung des Volkes, ihre liebenswürdigen Eigenarten und ihr Einfallsreichtum bewegen das Publikum. Aber viele Widersprüche hinterlassen ein Gefühl der Ohnmacht und Skepsis über das Bestehen einer kühnen Ideologie in unserer gar übermächtigen Welt.

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DIE IDEE

Der Film vermittelt die Sichtweise der Kubaner sowie die der westlichen Welt auf die Kultur & Geschichte Kubas und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Das kontroverse Thema rund um Kubas Entwicklung soll einem gemischten Publikum diverse Ansätze für generationsübergreifende Gespräche bieten, um gegenseitigen Respekt und Verständnis füreinander zu fördern und voneinander zu lernen. Ganz besonders spannend sind die Unterschiede in den Blickweisen der jungen und alten Generation Kubas auf die Zukunft ihres Landes.

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KUBAS AKTUELLE REFORMEN: DIE »LINEAMIENTOS«

Abhängigkeit von Kolonialmächten, Umweltschäden, Handelsblockade und wirtschaftliche Isolation: Seit Jahrhunderten kämpft Kuba mit wiederkehrenden Krisen.

„Entweder wie ändern uns, oder wir gehen unter.“ 2011 startete die Castro-Regierung neue Reformen, die „Lineamientos“. Sie sind ein Leitfaden, um das sozialistische Wirtschaftsmodell zu aktualisieren und den Herausforderungen auf dem Weltmarkt anzupassen. Der kubanische Sozialismus soll dabei zwingend erhalten und weiterentwickelt werden.

Um das Land bis 2030 aus der anhaltenden Krise zu führen, will die Regierung hohe Staatsausgaben senken: Hunderttausende wurden aus dem Staatsdienst entlassen und in die Selbständigkeit überführt. Die Aufhebung starrsinniger Verbote aus den letzten Jahrzehnten soll den Kubanern einen unbürokratischen Weg in die Selbständigkeit ermöglichen.

Neuregelungen in der Agrarwirtschaft sollen den Weg aus der monokulturellen Ökonomie ebnen und eine Diversität in der Landwirtschaft fördern und schließlich die hohen Importkosten für Lebensmittel zu senken. Dazu verteilte der Staat brachliegende Ländereien zur Bewirtschaftung an die Bauern. Der Verkauf der Erträge über Genossenschaften ermöglicht den Landwirten einen gesicherten Lebensstandard.

Kuba lockert die bürokratischen Fesseln und öffnet sich der Welt: Der neue Anlegeplatz von Mariel wird zum größten Hafen in der Karibik ausgebaut und soll neue Investoren anziehen. Mit dem Umbau des Energiesektors soll das Land unabhängiger von teuren Öl-Importen werden.

Viele europäische Ökonomen sehen die Reformen jedoch als das schleichende Ende des kubanischen Sozialismus. Die schrittweise Öffnung des Marktes und Fidels Tod 2016 stärken in Europa die Meinung, dass sich Kuba rasant verändern wird.

EIN ANDERE PERSPEKTIVE

„Experiment Sozialismus“ zeigt den Alltag Kubas, der sich von klischeehaft bunten Bildern unterscheidet. Stattdessen zeigt der Film einen Blick auf die Realität der Kubaner: Bauern auf dem Feld, Arbeiter auf der Kokosplantage, im Dschungel, in den Dörfern und privat in ihren Vierteln leben in einer Zeit voller Umbrüche. Der Blick auf Kubas Vergangenheit und die kubanische Sichtweise sensibilisieren den Zuschauer, die gegenwärtigen Herausforderungen des Landes zu verstehen. Die unverblümte Meinung des Volkes, ihre liebenswürdigen Eigenarten und ihr Einfallsreichtum bewegen das Publikum. Aber viele Widersprüche hinterlassen ein Gefühl der Ohnmacht und Skepsis über das Bestehen einer kühnen Ideologie in unserer gar übermächtigen Welt.

DIE IDEE

Der Film vermittelt die Sichtweise sowohl der Kubaner als auch die der westlichen Welt auf die Kultur & Geschichte der Karibikinsel und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Das kontroverse Thema rund um die Entwicklung des kubanischen Sozialismus bietet viele Ansätze für generationsübergreifende Gespräche, um gegenseitigen Respekt und Verständnis für unterschiedlichste Kulturen zu fördern und voneinander zu lernen. Ganz besonders spannend sind dabei die Unterschiede in den Blickweisen der jungen und alten Generation Kubas auf die Zukunft ihres Landes.

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